China
Das Treffen: Merkel und Dalai Lama
Angela Merkel hat ungeachtet der Bedenken ihrer Berater den Dalai Lama im Bundeskanzleramt empfangen. Das Treffen mit dem geistlichen Oberhaupt Tibets war von ihr als „privater Gedankenaustausch“ mit einem religiösen Führer bezeichnet worden und soll nicht die Autonomiebestrebungen Tibets unterstützen. Damit hat Merkel getan, was weder ihre Vorgänger noch ihre ausländischen Kollegen gewagt haben und sich damit bewusst den Unmut Chinas zugezogen.
Seit dem Treffen hat die chinesische Regierung zwei Treffen mit deutschen Ministern wegen „Terminschwierigkeiten“ abgesagt. Am Freitag wurde ein Treffen mit Justizministerin Brigitte Zypries abgesagt, am Montag fiel das traditionelle Frühstück des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier mit seinem Kollegen aus Peking aus.
Chinesische Hackerangriffe
Chinesen haben vermutlich im August Hackerangriffe gegen wichtige deutsche Bundesbehörden darunter auch das Kanzleramt, durchgeführt. Man vermutete, dass diese oder ihre Landsmänner auch Angriffe gegen das US-Verteidigungsministerium durchgeführt haben. Auch weitere Staaten und nichtstaatliche Organisationen sollen Versuche unternommen haben, in Computer des Pentagon zu gelangen.
Menschenrechtsverletzungen in China
Im Juni wurden dem „Falun Dafa“-Informationszentrum 20 Todesfälle von Falun Gong-Praktizierenden durch die Verfolgung der Kommunistischen Partei Chinas gemeldet, die erst jetzt bekannt wurden.
Ein Beispiel ist Wei Fengju. Sie war als angesehene Lehrerin in der Mittelschule Nr. 4 in Dongfeng, einer Stadt in der nordost-chinesischen Provinz Jilin tätig. Da sie Falun Gong ausübte wurde sie ohne eine gerichtliche Verhandlung und gesetzliche Grundlage, beispielsweise eines Verbotes, in die Abteilung eines Zwangsarbeitslagers (Heizuizi, Stadt Changchun) gesperrt. Dort musste sie jeden Tag zirka 17 bis 20 Stunden arbeiten. Auch Folter musste sie erleiden. Mit Elektroschockstäben wurde sie an Mund und Brust zugerichtet.
Protest in Tibet

Tibet-Aktivisten aus Großbritannien, den USA und Kanada haben am Dienstag (07.08.2007) an der Großen Mauer gegen die chinesische Besetzung Tibets protestiert. Bei der Protestaktion wurde ein gigantisches Transparent mit der Aufschrift „One World – One Dream – Free Tibet 2008“ (Eine Welt – ein Traum – freies Tibet 2008) entrollt. Die Aufschrift ist eine Referenz an den Slogan „One World – One Dream“ für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Ein Video der Aktion wurde von den Protestierern bei YouTube veröffentlicht.