Partei
CSU hat einen neuen Vorsitzenden

Der CSU-Parteitag in München am 29.09.2007 brachte für die Christlich-Soziale Union Bayerns einen Führungswechsel. Der langjährige CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber trat zurück und machte den Weg frei für den amtierenden bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber als neuem Vorsitzenden, der mit 58,2 Prozent der Stimmen gewählt wurde. Zum ersten Mal seit über 50 Jahren in der Geschichte dieser Partei kam es auf dem Parteitag zu einer Kampfkandidatur. Die Delegierten konnten zwischen drei Bewerbern wählen. Neben dem als Favoriten ins Rennen gegangenen Erwin Huber kandidierten der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Horst Seehofer sowie die Fürther Landrätin Gabriele Pauli für das Amt. Während Seehofer mit 39,1 Prozent der Delegiertenstimmen ein Ergebnis erzielte, wurde Gabriele Pauli mit nur 2,5 Prozent der Delegiertenstimmen deklassiert. Sie gehört auch nicht mehr dem Vorstand ihrer Partei an. Ihr Bezirksverband Nürnberg-Fürth-Schwabach hatte sie nicht mehr nominiert.
Partei „Die Linke.“ in Berlin gegründet
Am 16.06.2007 ist in Berlin aus Linkspartei und WASG die Partei Die Linke hervorgegangen. Der Vereinigungsparteitag ist in der Nacht zu Ende gegangen. Die historische Vereinigung wurde von rund 750 Delegierten vollzogen. Sie wählten den Linkspartei-Chef Lothar Bisky und den früheren SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine zu den beiden Vorsitzenden der neuen Partei.
Gregor Gysi wurde Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag. Der Zusammenschluss sei weder ein „Beitritt“ noch ein „Anschluss“. Die Linke will Deutschland zu einem Staat des demokratischen Sozialismus machen. Sie bekennt sich aber zum Grundgesetz. Sie ist die erste gesamtdeutsche sozialistische Partei seit Gründung der Bundesrepublik.
Gordon Brown ist neuer britischer Premierminister
Der scheidende Regierungschef Tony Blair hatte seinen Rücktritt bereits im Mai angekündigt. Er verlässt nach zehn Jahren im Amt seinen Wohnsitz in der 10, Downing Street. Am 24. Juni 2007 wurde Gordon Brown als neuer Chef der Labour Party bestätigt. Der bisherige britische Schatzkanzler und Finanzminister Gordon Brown hat am 27. Juni Tony Blair in seinem Amt als britischer Premierminister abgelöst. Der 56-Jährige wurde von Königin Elizabeth II. im Buckingham Palace in London mit der Regierungsbildung beauftragt.
Angela Merkel als CDU-Vorsitzende mit großer Mehrheit wiedergewählt

Angela Merkel war von den Delegierten am Montag mit einer Mehrheit von 93 Prozent der Stimmen in ihrem Amt als Parteivorsitzende bestätigt worden. Damit konnte sie das Ergebnis von vor zwei Jahren, wo sie 88 Prozent der Stimmen erhalten hatte, noch um fünf Prozent verbessern.
Am Dienstag endete der Bundesparteitag der CDU in Dresden. In ihrer Abschlussrede warnte die wiedergewählte CDU-Vorsitzende Angela Merkel ihre Partei vor der Gefahr einer Richtungsdebatte innerhalb der Partei: „Mein Credo ist, dass wir nicht Grundwerte gegeneinander ausspielen, sondern uns bei allem der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet fühlen.“
Die Wahl der stellvertretenden Parteivorsitzenden wurde von Kommentatoren als Stimmungsbarometer für die innerparteilichen Machtverhältnisse benutzt. Die Stimmergebnisse der so genannten „Kronprinzen“, also denkbarer Nachfolger Merkels im Amt des Parteivorsitzenden, fielen gegenüber dem hohen Anteil an Ja-Stimmen für Merkel deutlich ab. Der hessische Ministerpräsident und Vorsitzende des CDU-Landesverbands Hessen, Roland Koch, erreichte lediglich eine Zustimmung von 68 Prozent der Delegierten. Auch der niedersächsische Ministerpräsident und Landesverbandsvorsitzende Christian Wulff erhielt nur 66 Prozent der Stimmen. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wurde nach Ansicht von Kommentatoren für seine als Ursache eines innerparteilichen Richtungsstreits interpretierten Vorschläge zum Arbeitslosengeld regelrecht „abgestraft“. Lediglich 57 Prozent der Delegierten stimmten für ihn.
Parlamentswahlen in Bulgarien
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Die oppositionellen Sozialisten haben die Parlamentswahlen in Bulgarien klar gewonnen.
Erste Prognosen deuten auf einen Sieg der früheren Kommunisten hin, sie kommen auf rund 32 Prozent der Stimmen. Dahinter liegt die seit vier Jahren regierende Nationale Bewegung. Ex-König und Premier Simeon Sakskoburggotski erreichte etwa 20 Prozent. Auf 10 Prozent kommt die mitregierende Bewegung der türkischen Minderheit DPS.
Es wird darauf hinauslaufen, dass die Sozialisten einen Koalitionspartner brauchen, denn sie erreichen nicht absolute Mehrheit.