Terrorismus
Pakistan-Gefahr durch Atomwaffen
FOCUS-Online berichtet, dass die US-Regierung seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 etwa 100 Millionen US-Dollar in die Sicherung des pakistanischen Atomwaffenarsenals gegen den Zugriff durch Terrorgruppen investiert habe. Unter anderem sei Technik zur Aufspürung atomaren Materials geliefert und die Personalschulung subventioniert worden.
CIA- eine Terrororganisation?
Am Samstag, den 29. September hat das iranische Parlament die US Army und die Central Intelligence Agency zu terroristischen Organisationen erklärt. Zuvor hatten das Repräsentantenhaus und der Senat der USA Resolutionen verabschiedet, in denen die Iranische Revolutionsgarde zur Terrororganisation erklärt worden war.
Die Aufnahme des Auslandsgeheimdienstes CIA in die Liste der terroristischen Organisationen begründet das iranische Parlament damit, dass die CIA den früheren irakischen Diktators Saddam Hussein, die militante iranische Oppositionsbewegung „Volksmudschahidin“, al-Qaida und die Taliban unterstützt haben soll. Kritisiert wird in der Resolution auch die Behandlung von Gefangenen in Guantánamo, Abu Ghuraib und geheimen Gefängnissen in Europa. In dieser Sache ruft das iranische Parlament die Vereinten Nationen zum Handeln auf.
In der Resolution des iranischen Parlaments werden der US Army laut staatlicher iranischer Nachrichtenagentur „IRNA“ einige terroristische Aktivitäten vorgeworfen. Dazu zählen nach Meinung des iranischen Parlaments die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki während des Zweiten Weltkrieges sowie der Einsatz von Uranmunition im Balkankrieg, im Irakkrieg und in Afghanistan. Außerdem greifen die iranischen Abgeordneten die US-Armee für ihre Rolle im Vietnamkrieg an.
Südkoreanische Geiseln in Afghanistan frei
Die radikal-islamischen Taliban haben in Afghanistan die letzten südkoreanischen Geiseln freigelassen. Es handele sich um drei Männer und vier Frauen, sagte Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi am Donnerstag. Bereits gestern entließen die Taliban zwölf der noch verbliebenen 19 Verschleppten in die Freiheit.
„Alle sind freigelassen worden, und dieses Drama ist vorbei“, sagte der Gouverneur der südostafghanischen Provinz Ghazni, Mehrajuddin Patan, am Donnerstag. Die Taliban hatten am Mittwoch zwölf Verschleppte dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz übergeben. Die zunächst 23 Mitarbeiter einer christlichen Hilfsorganisation waren am 19. Juli 2007 in der südafghanischen Provinz Ghazni entführt worden.
Deutsche Geisel in Kabul befreit.
31-jährige deutsche Frauist, die in Kabul entführtwurde, ist frei. Sie ist von der afghanischen Polizei befreit worden. Christina Meier befindet sich in sicherer Obhut in der deutschen Botschaft in Kabul. Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums erklärte, die Büroleiterin der Hilfsorganisation ora international sei bei einer Polizeiaktion im Westen der afghanischen Hauptstadt befreit worden. Ihr Bewacher floh, aber vier Männer seien festgenommen worden.
Terroranschlag am Flughafen von Glasgow
Ein schwarzer Jeep Cherokee fuhr um 15:11 Uhr Ortszeit brennend und mit hoher Geschwindigkeit, nachdem er eine Sicherheitssperre durchbrach, gegen die Außenwand des Terminalgebäudes des Glasgow International Airport. Der Flughafen wurde evakuiert und alle Flüge gestrichen. Es handelt sich um Terminal 1, den Hauptterminal des größten schottischen Flughafens. Augenzeugen berichteten, dass zwei asiatische Männer im Auto saßen, vermutlich Ostasiaten, so CNN. Weitere Augenzeugen sollen beobachtet haben, wie einer der Insassen eine Gasleitung öffnen wollte. Die beiden Männer sprangen nach dem Aufprall und der Explosion aus dem Auto, wobei einer brannte. Der Fahrer versuchte zu flüchten.
Anschläge in Europa geplant: 43-Jähriger in USA festgenommen
In den USA wurde ein 43-jähriger Mann wegen Unterstützung der Terrororganisation al-Qaida und der Planung von Anschlägen in Europa festgenommen und angeklagt.
Das FBI hat eigenen Angaben zufolge schon vier Jahre gegen den Mann ermittelt, bevor es ihn am Mittwochabend festnahm. Er soll auch in Deutschland Terroristen mit dem Schwerpunkt „Sprengstoffanschläge“ ausgebildet haben. Das teilten Juristen am Donnerstag mit. Der Anklage nach soll er sich 1990 und 1991 selbst in Afghanistan und Pakistan ausbilden lassen haben und sich dort zum Heiligen Krieg und zum Dschihad bekannt haben.
Terroranschläge in London
Um 09:51 Uhr MESZ (08:51 Uhr Ortszeit London) ereigneten sich in London vier koordinierte terroristische Anschläge auf einen Doppeldeckerbus und U-Bahnen.
Die Informationen drangen nur schwer nach außen, weshalb die gemeldete Zahl der Toten und Verletzen stark schwankte. Bis jetzt steht die Zahl der Opfer noch nicht fest.
Fast alle öffentlichen Verkehrsmittel wurden lahm gelegt. In einer Presseerklärung hatte Tony Blair offiziell bestätigt, dass die britische Regierung von Terroranschlägen ausgeht. Er verließ wegen der Anschläge vorübergehend das G8-Treffen im schottischen Gleneagles, um sich in London über die Situation zu informieren. Die Gipfelgespräche werden heute jedoch fortgesetzt.
Es wurden vier Explosionen bestätigt, die praktisch gleichzeitig in der Londoner Innenstadt stattfanden, davon eine in einem Doppeldecker-Bus am Tavistock Square, nahe des Russell Square, drei weitere in U-Bahnzügen. Betroffen waren ein U-Bahnzug von Aldgate East nach Station Liverpool Street, ein Zug bei der Station Edgware in Richtung Paddington und ein Zug der Piccadilly Linie von Russell Square nach King's Cross Station, wie die BBC und die London City Police am Nachmittag meldeten. Es gab Verletzte und Tote: Ein Arzt sprach anfangs von ca. 90 Opfern in der U-Bahn Station Aldgate; ein anonymer Beamter des Justiz-Ministeriums in den USA sprach von 40 Todesopfern; Sky News sprach von bis zu 1.000 Verletzten und 45 Toten; offiziell bestätigt sind am Donnerstag von der Polizei über 38 Todesopfer sowie über 700 Verletzte, etwa 150 von ihnen schwer. Die Krankenhäuser befürchten, dass die Zahlen der Toten in den nächsten Tagen noch weiter nach oben korrigiert werden müssen. Laut Sky News soll es sich bei einem Anschlag um ein Selbstmordattentat handeln. Bei einem Bus wurden Sprengstoffspuren gefunden; auch die Verletzungen der Opfer deuten auf Sprengstoff hin.