Afrika

Guinea-Bissau Präsident ermordet

João Bernardo Vieira, der Präsident des kleinen westafrikanischen Landes Guinea-Bissau, ist tot.Aufständische Soldaten hätten den Präsidenten auf der Flucht erschossen. Quelle der Information sind die Streitkräfte des Landes. Armee-Einheiten griffen demnach am Morgen den Präsidentenpalast an, dabei habe der Präsident versucht zu fliehen und sei dann erschossen worden. Die Militärführung machte in einer Erklärung meuternde Soldaten für den Angriff und die anschließende Ermordung Vieiras verantwortlich. Zugleich hieß es, es habe keinen Militärputsch gegeben.

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Somalias Präsident zurückgetreten

Der Präsident Somalias, Abdullahi Yusuf Ahmed, erklärte am 28.12.2008 seinen Rücktritt. Bereits am 24. Dezember hatte Yusuf seinen Rücktritt angekündigt. Als Begründung für seinen Rücktritt nannte Yusuf sein eigenes Scheitern bei dem Versuch, dem Land Stabilität zu geben. Bis zur Wahl eines neuen Präsidenten innerhalb der nächsten 30 Tage übernimmt Parlamentspräsident Aden Mohamed Nur die Amtsgeschäfte. Yusuf kritisierte vor dem Übergangsparlament aber auch die fehlende Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. Die Armee sei durch die mangelnde finanzielle Unterstützung nicht in der Lage gewesen, die Islamisten effektiv zu bekämpfen.

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Ex- Präsident von Liberia verhaftet


Der ehemalige Übergangspräsident von Liberia, Gyude Bryant, wurde von der Polizei verhaftet, nachdem er es versäumt hatte, vor Gericht zu erscheinen.

Ihm wird Unterschlagung in Millionenhöhe während seiner zweijährigen Amtszeit vorgeworfen, was Bryant jedoch bestreitet. Bei einer Untersuchung der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas wurden Beweise für Korruption von Bryant entdeckt. Bei der letzten Wahl im vergangen Jahr siegte Ellen Johnson-Sirleaf, die versprochen hatte, Bestechung zu bekämpfen.

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Eritrea und Äthiopien- ein neuer Krieg?

International Crisis Group berichtes, es könnte ein Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea um den umstrittenen Grenzverlauf unmittelbar bevorstehen. Sie verlangt daher ein Eingreifen von UNO und den Vereinigten Staaten in den Konflikt.
Äthiopien hatte am 25. September diesen Jahres damit gedroht, das im Jahr 2000 in der algerischen Hauptstadt vereinbarte Friedensabkommen aufzukündigen. Als Reaktion beschuldigte Eritrea die andere Seite, wiederholt das Abkommen verletzt zu haben.

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„Gipfel der Armen“ in Sikasso

In dieser Woche wurde in Sikasso im Süden Malis „G8-Gegengipfel“ eröffnet. Diese Gegenveranstalltung findet Parallel zum G8-Gipfel in Heiligendamm statt und wird in Medienberichten als „Gipfel der Armen“ bezeichnet – das sechste „Forum des Peuples“. Menschen aus Benin, Guinea, der Elfenbeinküste, Mali, Niger, dem Senegal und europäischen Staaten werden sich mit Themen wie Entschuldung, Ernährungssicherheit, Wasserversorgung, Privatisierungen und Migration befassen. Auch über den Aufbau einer Alternative zur Weltbank soll diskutiert werden. Veranstalter der Konferenz ist ein Zusammenschluss von rund 60 Nichtregierungsorganisationen.

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