Myanmar

ASEAN-Gipfel in Singapur

ASEAN FLAG
13. Gipfeltreffen der ASEAN-Staaten in Singapur, wird von internationalen Beobachtern vor allem deshalb aufmerksam verfolgt, weil von dem südostasiatischen Staatenbündnis eine Einflussnahme auf die Entwicklung in seinem Mitgliedsstaat Myanmar erwartet wird. So verabschiedete der US-Senat am vergangenen Freitag eine Resolution, in der der Ausschluss Myanmars aus der ASEAN gefordert wird. Angesichts der gewaltsamen Niederschlagung der friedlichen Proteste in Myanmar im September hatte die ASEAN entgegen ihrer Gewohnheit der Nichteinmischung die Militärführung des Landes zur Mäßigung aufgerufen. Selbstkritisch gestand George Yeo, Außenminister von Singapur, das als Fehler ein: „Diesmal konnten wir nicht anders. Die Ehre der Familie stand auf dem Spiel. Das Volk Myanmars hätte es uns nie verziehen, wenn wir auch diesmal geschwiegen hätten.“

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Myanmar- Druck auf Militärjunta wächst weiter

Die Militärmachthaber von Myanmar hoben die nach den Massendemonstrationen gegen das Militärregime vom September erlassene Ausgangssperre für Rangun 20.10 wieder auf. Währenddessen befindet sich der UN-Gesandte für Myanmar, Ibrahim Gambari, auf einer Reise durch mehrere Länder Südostasiens um Möglichkeiten eines koordinierten Vorgehens zur Wiederherstellung der Demokratie in Myanmar auszuloten.
Der Sondergesandte der Vereinten Nationen, Gambari, befindet sich zurzeit in Indien um mit dem indischen Außenminister zusammenzutreffen. Der UN-Diplomat hat in den letzten Tagen bereits Thailand, Malaysia und Indonesien besucht. Weitere Besuche sind in China und Japan geplant. Mitte November führen ihn seine Reisepläne ein weiteres Mal nach Myanmar. Im September, unmittelbar nach der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten buddhistischer Mönche in Myanmar, war Gambari zuletzt mit Vertretern der Militärjunta zusammengetroffen.

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Situation in Myanmar

Ibrahim Gambari, der UN-Sondergesandte, äußerte sich gestern vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über Eindrücke und Einschätzungen seiner Reise nach Myanmar (ehemals Birma). Gambari kritisierte die Militärführung des Landes scharf wegen ihres Vorgehens gegen die Demonstranten, die sich in den letzten 14 Tagen an Protesten beteiligt hatten. Er sprach laut Spiegel Online von „andauernde[n] und beunruhigende[n] Berichte[n] über Misshandlungen durch uniformierte und nicht uniformierte Kräfte besonders während nächtlicher Razzien“.

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Gewalt gegen die Mönche in Myanmar

Die Militärjunta in Myanmar geht anscheinend mit Gewalt gegen die demonstrierenden Mönche vor. Am Mittwoch wurden in der Nähe der Shwedagon-Pagode in Rangun 100 Mönche mit Warnschüssen von der Polizei aufgefordert, eine Demonstration aufzulösen. Danach, so berichten Augenzeugen, haben Militärangehörige Mönche verprügelt und Tränengas eingesetzt. 80 Personen seien festgenommen worden. Am späten Dienstagabend waren bereits zwei Dissidenten festgenommen worden. Es handelt sich um U Win Naing und den Komiker Zaganar.

Ein Rundfunksender berichtete in der Zwischenzeit, dass es bei den Zusammenstößen einen Toten gegeben habe. Ein örtliches Kloster meldete den Tod von mindestens zwei Mönchen. Mitarbeiter der Krankenhäuser sprechen von von einem Toten und mehrere Verletzten. Ein oppositioneller Rundfunksender berichtet sogar von acht Toten, während Mitglieder der Militärregierung von vier Toten, darunter drei Mönchen, ausgehen.

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Mönche in Myanmar protestieren weiter.

Myanmar

In Myanmar weiten sich die Proteste gegen die dort herrschende Militärjunta aus. Am 24. Septembe befanden sich ca 100.000 Demonstranten auf der Straße. An der Spitze der Bewegung, die auch von Lehrern, Studenten und anderen Zivilisten unterstützt wird, stehen die einflussreichen Mönche. An vielen Orten, an denen demonstriert wurde, bildeten die Menschen spontan Menschenketten um die Mönche herum, die als Schutz vor etwaigen Angriffen gedacht waren.

Thura Myint Maung, Religionsminister und Brigadegeneral des Landes, hat religiöse Führer getroffen, um ihnen eine Warnung der Regierung zu überbringen. Darin werden sie aufgefordert, sich an die buddhistische Lehre zu halten. Die bislang friedlich verlaufenen Proteste drohen aber nun zu eskalieren.
Würde das nicht geschehen, wolle die Militärjunta eingreifen.

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Proteste gegen die Militärdiktatur Myanmars

Flag_of_Myanmar
Buddhistische Mönche setzten am 20.09.07 ihre seit zwei Tagen andauernden Proteste gegen die Militärdiktatur Myanmars fort. Laut „BBC News“ liefen hunderte Mönche um die Shwedagon-Pagode, das religiöse Zentrum Myanmars in der früheren Hauptstadt Rangun. Zum ersten Mal seit Beginn der Proteste wurde den Geistlichen erlaubt, das Innere der Pagode zu betreten.

Internationale Medien beobachten die Aktionen der Mönche aufmerksam, weil die Mönche in der birmesischen Gesellschaft hoch angesehen sind und weil sie 1988 bei einem Aufstand gegen die Regierung eine wichtige Rolle gespielt haben. Damals schlug die Armee die Proteste nieder. 3.000 Menschen sollen dabei gestorben sein.

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