Horst Köhler

Angriff auf Horst Köhler

Horst KoehlerBundespräsident Horst Köhler hatte sich anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche aufgehalten. Als er das Gebäude verließ, um sich in die Menge zu begeben, griff ein 44 Jahre alter Mann das Staatsoberhaupt an. Der Deutsch-Rumäne umklammerte Köhler von hinten und hielt seinen Kragen fest. Sicherheitsbeamten gelang es, den Angreifer aufzuhalten, bevor dieser Köhler verletzen konnte. Der Bundespräsident sei körperlich und psychisch wohlauf, so ein Sprecher der Polizei.

Der 44-jährige Ingenieur Adrian V. hat am Sonntagmittag (15.10.07) 12.16 Uhr in Frankfurt am Main das deutsche Staatsoberhaupt Horst Köhler scheinbar angegriffen. Der neunte Bundespräsident wurde dabei nicht verletzt.

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Direktwahl des Bundespräsidenten

Bundespräsident Horst Köhler hat eine Debatte um die künftige Direktwahl des Staatsoberhauptes durch das Volk in Gang gesetzt. Köhler hatte sich dafür ausgesprochen, den Bundespräsidenten künftig durch das Votum der Deutschen zu bestimmen.

„Ich glaube, dass es kein schlechtes Modell wäre, den Bundespräsidenten direkt zu wählen“, so Köhler. Er schlug auch eine längere Amtszeit von sieben oder acht Jahren vor, dafür solle die Möglichkeit einer zweiten Amtszeit entfallen. Das „Gerangel um die Wiederwahl“, das immer auch „koalitionspolitische Elemente“ beinhalte, werde so etwas eingegrenzt.

Vertreter von FDP und Linksfraktion hingegen begrüßten die Idee. Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle verwies auf die Möglichkeit, das Staatsoberhaupt stärker aus parteitaktischen Erwägungen herauszuhalten. Petra Pau (Die Linke) betonte den Widerspruch zwischen dem überparteilichen Amt des deutschen Staatsoberhauptes und seiner parteipolitischen Besetzung: „Mehr direkte Demokratie wäre auch eine adäquate politische Antwort auf den grassierenden Demokratieverdruss.“

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