Gordon Brown ist neuer britischer Premierminister
Der scheidende Regierungschef Tony Blair hatte seinen Rücktritt bereits im Mai angekündigt. Er verlässt nach zehn Jahren im Amt seinen Wohnsitz in der 10, Downing Street. Am 24. Juni 2007 wurde Gordon Brown als neuer Chef der Labour Party bestätigt. Der bisherige britische Schatzkanzler und Finanzminister Gordon Brown hat am 27. Juni Tony Blair in seinem Amt als britischer Premierminister abgelöst. Der 56-Jährige wurde von Königin Elizabeth II. im Buckingham Palace in London mit der Regierungsbildung beauftragt.
Gordon Brown-politische Karriere
Bei den Unterhauswahlen 1979 kandidierte Brown für den Wahlbezirk Edinburgh South, verlor aber gegen Michael Ancram von der Konservativen Partei. Beim zweiten Anlauf bei den Unterhauswahlen 1983 wurde Brown als Abgeordneter von Dunfermline East ins Unterhaus gewählt. 1985 wurde er Sprecher der Opposition für Handel und Industrie. Ab 1987 gehörte er dem Schattenkabinett an, zunächst als Schattenchefsekretär der Treasury, dann ab 1989 als Schattenminister für Handel und Industrie und ab 1992 als Schattenschatzkanzler.
Nach dem plötzlichen Tod des Labour-Vorsitzenden John Smith im Mai 1994 wurde Brown als potenzieller Nachfolger gehandelt, verzichtete jedoch zugunsten von Tony Blair auf eine Kandidatur. Es gibt Gerüchte, wonach Blair während einer Mahlzeit in einem italienischen Restaurant in Islington versprach, Brown die Kontrolle über die Wirtschaftspolitik zu geben und nach einer gewissen Zeit zurückzutreten, damit Brown selber Premierminister werden konnte. Die Zusammenarbeit zwischen Blair und Brown spielte eine zentrale Rolle für die Entwicklung von New Labour. Beide hielten trotz öffentlich berichteter Spannungen zusammen.
Als Schattenkanzler arbeitete Brown hart daran, seine Kenntnisse in finanziellen Fragen auszubauen. Der Wirtschaft und der Mittelklasse wollte er damit die Kompetenz von Labour in Wirtschaftsfragen und bei der Inflationsbekämpfung beweisen. Prudence („Besonnenheit“) wurde Browns Schlagwort und er pflegte ein mürrisches und sogar geiziges Auftreten, obwohl er von Freunden als humorvoller und romantischer Mann beschrieben wird. Er überzeugte die Labour Party, den Ausgabenplan der Konservativen für zwei Jahre nach der Machtübernahme zu übernehmen
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